28. Oktober 2018

Brest

3042km gefahren


Domnio - Brest, 32km


Bei auf das Zelt prasseldem Regen wachten wir auf. Ausgeschlafen durch die Stunde mehr, war das Zelt Tommi und Gerti schon dabei zusammenzupacken.
Antonius und Marian hatten jedoch etwas schwierigere Bedingungen.
Erstens konnte Marian nicht richtig liegen, da eine Erbse unter seiner Isomatte lag. (Jaaa, Marian es war eine Kraterlandschaft. Wirklich)
Zweitens wurde bei der Zeltaufbausession die Plane unter dem Zelt nicht richtig umgeklappt.
Die Folge war eine Pfütze im Zelt.
So musste alles wohl oder übel klamm, feucht oder nass eingepackt werden.
Das Wetter versprach auch keine Besserung, weshalb das Frühstück unter einer am Vorabend gesichteten Brücke verdrückt werden sollte.
Um 10:30 Uhr konnten wir dann dorthin starten. Mit leichten Anlaufschwierigkeiten, da der Weg vom Hügel herunter aus Lehm bestand. Die perfekte Mische um ein Lehmhaus zu verputzen, aus feuchtem Lehm und Gras, blockierte das ein oder andere Rad.
Zur Brücke durch ein paar Pfützen geprescht, war das aber soweit erledigt.
Neben dem Frühstück wurden noch die Zelte ausgebreitet. Ersteres wurde gegessen, zweites sollte bisschen trocknen.
Um 12:30 Uhr, waren wir dann endlich gewappnet für den heutigen Grenzübertritt nach Slowenien.
Nach nur 5km war dieser auch vollbracht
Die Landschaft formte sich hier wieder zu Hügeln und wurde zum fahren wieder attraktiver als Italiens Landstraßen. Kleine Straßen führten uns von Dorf zu Dorf. Immer Richtung Kroatien. Kurz hinter der Grenze trafen wir noch Raphael, ebenfalls Radreisender, der uns begeistert von seiner Tour durch Slowenien erzählte, welche sich aber dem Ende neigte. Grüße an den Bodensee, falls du schon zurück bist.
Ohne große Vorfälle kämpften wir uns die Hügel hoch, abgesehen eines 10km Umweges, da wir den schmalen Wanderweg mit 20% Steigung, welcher uns vom Navi vorgeschlagen wurde, mieden.
Der Regen prasselte unaufhaltsam auf uns nieder. Die Pause wurde immer wieder aufgeschoben, da die Klamotten durch waren und stehen bleiben bedeutete es wird kalt.
Also Apfel genossen und weiter.
Die Kilometer zogen sich und die Straßen hatten ordentlich Gefälle. Angefeuert von einem Italienischen Pärchen: ,,You are heroes! ", ging es für den einen schneller, für den anderen gemächlicher weiter.
Dies war aber nicht so schlimm, denn die Landschaft war trotz Regen wunderschön wild. Der Herbst färbte die gedrungenden Büsche rot und das Grün der Wiese wurde durch das Nass noch intensiver.
Das eigentliche Ziel Opatija lag noch 50km entfernt, doch die Kroatische Grenze erreichten wir endlich um ca. 15:30 Uhr.
Und mitten in der Wildnis standen wir an der Grenzkontrolle und mussten unsere Personalausweise rauskramen. Geiles Schengenabkommen.
Herzlich Willkommen in Kroatien. Es ging erstmal entlang des Grenzzaunes und am Ende der Straße, dann eine meega Bushaltestelle/ein Stall/ein Unterstand.
Das war unser Glück. Es passten optimal 4 Personen mit Isomatten hinein. So mussten keine Zelte aufgebaut werden.
Nach bisschen aufräumen und fegen war es schon ganz wohnlich eingerichtet.
Auch von Vorteil: wir konnten ohne Probleme Nudeln mit Tomatensauce zubereiten.
Aufgrund der Dunkelheit, blieb uns gegen 18Uhr auch nichts anderes mehr übrig als schlafen zu gehen.
Denn auch die Handyakkus neigten sich dem Ende zu und mussten geschont werden.
Mit der Hoffnung am nächsten Morgen die kroatische Sonne zu sehen, schliefen wir ein.